Kunsthaus Zürich – Museum für Moderne Kunst – Ein Dialog der Epochen im Herzen Zürichs

von Gabriel Schmitt

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Adresse: Heimplatz 1, 8001 Zürich, Kanton Zürich

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Der Neubau des Kunsthauses Zürich, entworfen vom britischen Architekten David Chipperfield, wurde 2021 eröffnet und zählt zu den meistdiskutierten Architekturprojekten der Schweiz. Direkt gegenüber dem ursprünglichen Museumsgebäude aus dem 19. Jahrhundert im historischen Zentrum Zürichs gelegen, symbolisiert er den Dialog zwischen Tradition und Moderne.

Chipperfield verzichtete auf dramatische Formen und setzte stattdessen auf Minimalismus und Harmonie. Die weiße Betonfassade mit ihrer dezenten geometrischen Struktur verweist auf den lokalen Kalkstein, während die Innenhöfe an traditionelle Schweizer Arkaden erinnern. Anstatt die Umgebung zu dominieren, fügt sich das Gebäude harmonisch in das Stadtbild ein und wirkt wie eine natürliche Erweiterung des Platzes.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Licht gelegt: Große Fenster und Oberlichter lassen viel Tageslicht herein, ohne die Exponate zu beeinträchtigen. Der Architekt nutzte passive Technologien – natürliche Belüftung, die thermische Masse des Betons und Wärmerückgewinnung –, um den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Museen um 40 % zu senken.

Die Inneneinrichtung ist im Sinne der „stillen Architektur“ gestaltet: neutrale Farbtöne, fließende Übergänge zwischen den Räumen und ein reduzierter Dekorationscharakter. Dies schafft die perfekte Kulisse für Werke von Monet, Picasso, Van Gogh und Schweizer Künstlern von Gauguin bis Pippilotti Rist.

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