Villa Le Lac – Le Corbusiers Meisterwerk am Genfersee

von Gabriel Schmitt

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Die Hanglage ist kein Zufall. Le Corbusier richtete das Haus bewusst von der Straße ab, um seine Eltern vor Lärm zu schützen, und hin zum Licht und zur Landschaft. Dies war eine innovative Lösung: Das Haus war ein Rückzugsort, keine Fassade zur Straße hin.

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Der Innenraum misst nur 65 Quadratmeter, wirkt aber dank der Sichtverbindung zum See grenzenlos. Selbst das Badezimmer hat ein Fenster mit Blick aufs Wasser – eine Seltenheit in den 1920er-Jahren.

Das Museum ist von April bis Oktober geöffnet. Führungen werden auf Französisch, Deutsch und Englisch angeboten. Für Kinder gibt es interaktive Erkundungstouren nach dem „Fünf-Punkte-Prinzip“: eine freie Fassade, Stützen, eine Flachdachterrasse und vieles mehr.

Die Villa Le Lac hat Hunderte von Architekten weltweit inspiriert. Ihr Einfluss ist in Häusern in Kalifornien, Japan und sogar in modernen Schweizer Chalets sichtbar.

Sie erreichen die Villa mit dem Zug bis Vevey, nehmen dann den Bus Nr. 201 bis zur Haltestelle „Corseaux-Village“ und laufen anschließend 10 Minuten zum See hinunter.

Nach einem Besuch der Villa Le Lac verstehen Sie: Großartige Architektur zeichnet sich nicht durch Größe aus, sondern durch die Fähigkeit, Mensch, Natur und Form zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen.

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