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Aus dem Zugfenster

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Der Rolls-Royce La Rose Noire Droptail ist nicht einfach nur ein besonders luxuriöses Auto, sondern eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie sich moderner Automobilbau in angewandte Kunst verwandeln kann. Das Modell wurde im August 2023 vorgestellt und ist das erste von vier einzigartigen Fahrzeugen der Droptail-Familie, die im Rahmen des Coachbuild-Programms entstanden sind. Rolls-Royce betont dabei ausdrücklich, dass es sich nicht um ein Serienmodell im klassischen Sinn handelt, sondern um ein tief personalisiertes Projekt, das für einen konkreten Auftraggeber entwickelt wurde.

Die zentrale Inspiration für La Rose Noire Droptail war die Rose Black Baccara. Diese Blume prägt die gesamte Gestaltung des Fahrzeugs: die Farbwelt, die Atmosphäre, die Materialien und zahlreiche dekorative Details. Nach Angaben von Rolls-Royce wurde das Fahrzeug als eine Art Liebeserklärung entworfen. Hinter dem Auftrag steht ein Ehepaar aus einer international bekannten Familie, und das Auto selbst soll eine persönliche Geschichte von Romantik, Stil und Exklusivität erzählen.

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Strecke: Kleine Scheidegg → Jungfraujoch, Kanton Bern

Die Jungfraubahn ist mit 3.454 m die höchstgelegene Bahnstrecke Europas. Sie wurde 1912 erbaut und durchquert den Eiger. Durch in den Gletscher gehauene Tunnel gelangt man zum „Top of Europe“.

Die Strecke beginnt in der Kleinen Scheidegg, die von Interlaken aus erreichbar ist. Schon von Beginn an sind drei Giganten zu sehen: Eiger, Mönch und Jungfrau. Mit zunehmender Höhe wird die Landschaft immer schroffer und majestätischer.

Auf 3.160 m Höhe erreicht der Zug die Station Eigerwand, wo er fünf Minuten hält. Durch Glasfenster in der Felswand kann man hier die Bergsteiger beim Aufstieg an der Eiger-Nordwand beobachten.

Endstation ist das Jungfraujoch: ein Eispalast, die Aussichtsplattform Sphinx, ein Schweizer Schokoladengeschäft und natürlich der Blick auf den mächtigen Aletschgletscher, ein UNESCO-Welterbe.

Die Bahn fährt auf einem Zahnradsystem und überwindet Steigungen von bis zu 25 %. Die Ingenieure nannten sie damals ein „verrücktes Projekt“, doch heute ist sie ein Symbol für Schweizer Präzision.

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Strecke: Locarno → Domodossola (Italien), Kanton Tessin

Die Centovalli-Bahn („Hundert Täler“) ist eine der romantischsten und zugleich unbekanntesten Bahnstrecken der Schweiz. Sie verläuft entlang der Grenze des Kantons Tessin und verbindet den Lago Maggiore mit den italienischen Alpen durch enge Schluchten, vorbei an Wasserfällen und mittelalterlichen Dörfern.

Der Schmalspurzug verfügt über große Fenster und Holzsitze. Er fährt gemächlich und hält häufig an Bahnhöfen mit klangvollen Namen wie Intragna, Borgnone und Verdasio – jeder einzelne ein Postkartenmotiv.

Die 52 Kilometer lange Strecke führt über 83 Brücken und durch 32 Tunnel, von denen viele in den Fels gehauen sind. Besonders schön sind die Ronco-Wasserfälle, an denen der Zug nur wenige Meter entfernt vorbeifährt – die Gischt spritzt direkt gegen die Scheiben.

Centovalli ist das „Schweizer Italiens“: Hier spricht man Italienisch, die Häuser haben Balkone mit Geranien geschmückt, und an den Bahnhöfen werden Kastanienhonig und Polenta verkauft.

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Route: Luzern → Montreux, Kantone Luzern, Oberland, Freiburg, Waadt

Die GoldenPass-Linie besteht nicht aus einem einzigen Zug, sondern aus drei miteinander verbundenen Strecken, die durch das Herz der Schweizer Idylle führen: vom Vierwaldstättersee über Almwiesen bis zum Genfersee. Jede Etappe bietet eine neue Landschaft.

Der erste Abschnitt, Luzern → Interlaken, führt durch die Ausläufer der Alpen, vorbei an Wasserfällen und alten Klöstern. Besonders reizvoll sind hier die Täler des Emmentals und des Oberlandes, wo Kühe an den Hängen grasen und man den Blick auf Eiger und Jungfrau genießen kann.

Der zweite Abschnitt, Interlaken → Montreux, ist der malerischste. Der Zug erklimmt den Sonderpass (1.277 m) und bietet Panoramablicke auf die Alpengipfel und das Simmental mit seinen traditionellen Bauernhöfen.

Das Highlight der Strecke ist der GoldenPass VIP-Panoramazug mit drehbaren Sitzen, die der Landschaft folgen, und einem Glasdach. Aber auch in einem Standardwagen sind die Ausblicke atemberaubend.

Die Strecke führt durch Gstaad, einen eleganten Ferienort, wo der Zug langsamer fährt, damit die Fahrgäste die Holzchalets und Schokoladengeschäfte bewundern können.

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Route: Chur → Tirano (Italien), Graubünden und Lombardei

Der Bernina Express ist der einzige Zug der Welt, der die Alpen ohne Gangschaltung überquert. Er überquert den Berninapass (2.253 m) und fährt in nur vier Stunden wieder hinunter nach Italien. Die Strecke ist als Meisterwerk der Ingenieurskunst UNESCO-Welterbe.

Die Reise beginnt in Chur, der ältesten Stadt der Schweiz. Innerhalb von 30 Minuten erreicht man das Albulatal, wo der Zug steile Serpentinen beschreibt und durch Galerien und über Brücken aus dem frühen 20. Jahrhundert fährt.

Der spektakulärste Abschnitt ist der Lago Bianco am Berninapass. Im Sommer schimmert sein Wasser türkis, im Winter ist es zugefroren, spiegelt aber stets die Gipfel wider. Hier hält der Zug für einige Minuten, damit die Fahrgäste aussteigen und Fotos machen können.

Anders als beim Glazier Express ist für den Bernina Express keine Reservierung im Panoramawagen erforderlich – Sie können mit einem Standardticket in einem normalen Wagen reisen und genießen die gleiche Aussicht. Dadurch ist die Strecke für alle zugänglich.

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Route: Zermatt → St. Moritz, Kantone Wallis, Uri, Graubünden

Der Glazier Express ist mehr als nur ein Zug – er ist ein gemächlicher Schnellzug, der zwei der bekanntesten Schweizer Ferienorte verbindet: Zermatt am Fuße des Matterhorns und St. Moritz im Engadin. Während der 8-stündigen Fahrt überqueren Sie 291 Brücken, durchfahren 91 Tunnel und passieren den Oberalppass auf 2.033 Metern Höhe – den höchsten Eisenbahnpass Europas.

Die Reise beginnt in Zermatt, wo der Zug das Matterhorn erblickt, das sich im Bahnhofsfenster spiegelt. Nur eine Stunde später erreichen Sie die Matterwiesa-Schlucht, wo ein Fluss über Granitfelsen fließt und steile Klippen aufragen.

Das Besondere an diesem Zug sind seine bodentiefen Panoramafenster ohne Mittelsäule. So können Sie ungestört fotografieren oder einfach die Landschaft genießen. Jeder Sitzplatz ist beheizt, und das Mittagessen wird während der Fahrt auf Porzellan serviert, begleitet von regionalen Weinen.

Eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten ist die Landwasserbrücke, ein in eine Felswand gehauenes Bogenviadukt. Sie ist so berühmt, dass sie zum Symbol der Schweizerischen Bundesbahnen und zum UNESCO-Welterbe geworden ist.

Der Zug fährt mit 30–40 km/h, sodass Sie jede Kurve genießen können. Dies ist nicht nur ein Transportmittel, sondern Reisen als Kunstform.

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