Autor

Gabriel Schmitt

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Adresse: Chemin de Lac 23, 1299 Corseaux, Kanton Waadt

Im beschaulichen Dorf Corseaux, nur 10 Minuten von Vevey entfernt, am Ufer des Genfersees, steht die Villa Le Lac – ein kleines, aber revolutionäres Haus, das Le Corbusier 1923 für seine Eltern erbaute. Es ist eines der ersten Beispiele eines „Hauses für modernes Wohnen“ und ein Prototyp seiner berühmten „Fünf Punkte der Architektur“.

Das nur 5 Meter lange und 18 Meter tiefe Gebäude ist ein Manifest des Funktionalismus. Ein riesiges Panoramafenster bietet einen atemberaubenden Blick auf den See und die Alpen und erweckt den Eindruck, die Natur sei Teil des Innenraums. Schlafzimmer, Küche und Wohnzimmer sind linear angeordnet, wie in einem Eisenbahnwaggon.

Le Corbusier entwarf jedes einzelne Element: vom Klapptisch bis zu den Einbauschränken. Er verwendete preiswerte Materialien – Beton, Holz, Glas –, aber mit solcher Präzision, dass das Haus zu einem Musterbeispiel eleganter Schlichtheit wurde.

Die Villa Le Lac gehört zum UNESCO-Welterbe „Das architektonische Erbe von Le Corbusier“, das 2016 in die Liste aufgenommen wurde. Heute beherbergt sie ein Museum, das die Originalmöbel, Zeichnungen und persönlichen Gegenstände des Architekten ausstellt.

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Adresse: Heimplatz 1, 8001 Zürich, Kanton Zürich

Der Neubau des Kunsthauses Zürich, entworfen vom britischen Architekten David Chipperfield, wurde 2021 eröffnet und zählt zu den meistdiskutierten Architekturprojekten der Schweiz. Direkt gegenüber dem ursprünglichen Museumsgebäude aus dem 19. Jahrhundert im historischen Zentrum Zürichs gelegen, symbolisiert er den Dialog zwischen Tradition und Moderne.

Chipperfield verzichtete auf dramatische Formen und setzte stattdessen auf Minimalismus und Harmonie. Die weiße Betonfassade mit ihrer dezenten geometrischen Struktur verweist auf den lokalen Kalkstein, während die Innenhöfe an traditionelle Schweizer Arkaden erinnern. Anstatt die Umgebung zu dominieren, fügt sich das Gebäude harmonisch in das Stadtbild ein und wirkt wie eine natürliche Erweiterung des Platzes.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Licht gelegt: Große Fenster und Oberlichter lassen viel Tageslicht herein, ohne die Exponate zu beeinträchtigen. Der Architekt nutzte passive Technologien – natürliche Belüftung, die thermische Masse des Betons und Wärmerückgewinnung –, um den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Museen um 40 % zu senken.

Die Inneneinrichtung ist im Sinne der „stillen Architektur“ gestaltet: neutrale Farbtöne, fließende Übergänge zwischen den Räumen und ein reduzierter Dekorationscharakter. Dies schafft die perfekte Kulisse für Werke von Monet, Picasso, Van Gogh und Schweizer Künstlern von Gauguin bis Pippilotti Rist.

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Am Fuße der Alpen, in einem malerischen Tal im Kanton Freiburg, liegt der Alpamar Bauernhof – mehr als nur ein Bauernhof, er ist ein interaktiver Park für Kinder, wo sie Kühe melken, Ziegen füttern, Traktor fahren und im Stroh schlafen können. Der Bauernhof ist ganzjährig geöffnet, besonders beliebt ist er aber im Frühling und Sommer, wenn Lämmer und Ziegen geboren werden. Kinder können nicht nur zusehen, sondern auch aktiv bei der Tierpflege mithelfen: den Hühnerstall ausmisten, Eier sammeln und dem Bauern beim Füttern der Schweine helfen. Für die Aktiveren gibt es einen Spielplatz mit Trampolinen, Heurutschen, einem Maislabyrinth (im Sommer), einem Kletterparcours und sogar einer Miniatur-Traktorstrecke. Alles ist aus Holz und Heu – kein Plastik oder Beton. Im Inneren des Bauernhofs befindet sich ein gemütliches Restaurant, das Gerichte aus regionalen Zutaten serviert: Käse, Joghurt, Honig und Wurstwaren. Das Kindermenü umfasst frische Eieromeletts, Gemüsesuppe und hausgemachtes Eis. Auch Geburtstagsfeiern mit Programm und Geschenken vom Bauernhof werden angeboten.

Der Bauernhof bietet Ganztagesprogramme: Vormittags Feldarbeit, nachmittags Picknick und Spiele sowie abends Lagerfeuer und Geschichten. Für Familien mit längerer Anreise stehen Gästezimmer im Chalet-Stil mit Blick ins Tal zur Verfügung.

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Mitten in Genf, im Botanischen Garten, liegt das tropische Schmetterlingshaus Papillon (Papiliorama) – eine Oase der Wärme und Farbenpracht, selbst an den kältesten Wintertagen. Hier flattern über 1.500 Schmetterlinge aus Asien, Afrika und Amerika frei zwischen Wasserfällen, Orchideen und Bananenstauden umher.
Im Inneren herrscht eine angenehme Temperatur von 26 °C und eine dschungelartige Luftfeuchtigkeit. Kinder sind begeistert: Schmetterlinge landen auf ihren Schultern, Armen und sogar auf ihren Nasen! Die Mitarbeiter erklären, wie man die Insekten nicht stört und wie man sich im Schmetterlingshaus verhält – eine spielerische Einführung in die Ökologie. Neben Schmetterlingen gibt es im Park auch ein Nachttierhaus, in dem man Fledermäuse, Eulen, Baumfrösche und Blattschneiderameisen beobachten kann. Außerdem gibt es einen Streichelzoo mit Ziegen, Kaninchen und Minischweinen, die man streicheln und füttern kann (Futter wird am Eingang bereitgestellt).

Jüngere Besucher können interaktive Abenteuer erleben: einen Schmetterling mit blauen Flügeln finden, selbst einen zeichnen oder ein Blätterpuzzle zusammensetzen. An den Wochenenden werden außerdem Workshops zum Basteln mit Naturmaterialien angeboten.

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Der Schokoladenzug ist eine der zauberhaftesten Familienreisen der Schweiz. Er fährt von Montreux über Broc und Vevey nach Gruyères und verwandelt eine gewöhnliche Zugfahrt in ein Märchen mit dem Duft von Kakao und Käse.
Die Reise beginnt in Montreux am Genfersee. Kinder sind sofort begeistert: Die Waggons sind im Vintage-Stil mit Holzvertäfelung, Ledersitzen und großen Fenstern eingerichtet. Unterwegs werden Schokoladenleckereien verteilt, und der Schaffner erzählt die Geschichte der Schweizer Schokolade.

Erster Halt ist das Schokoladenmuseum Cailler in Broc, die älteste Schokoladenfabrik der Schweiz (gegründet 1819). Hier können Kinder Kakaobohnen riechen, die Herstellung von Schokoladentafeln beobachten und sogar ihre eigene Schokolade mit verschiedenen Füllungen kreieren. Anschließend fährt der Zug nach Gruyères, einem mittelalterlichen Dorf, wo ein Käsemuseum und eine Käseverkostung auf die Kinder warten. Sie sehen zu, wie Käse in Kupferkesseln hergestellt wird und probieren ihn anschließend mit Brot und Honig. Viele sind überrascht: Käse kann süß sein! Die gesamte Fahrt dauert etwa 9 Stunden, die aber wie im Flug vergehen. Im Preis enthalten sind der Hin- und Rücktransfer mit dem Bus von Broc nach Gruyères, der Eintritt in die Museen, ein Mittagessen und eine Geschenktüte für jedes Kind. Die beste Reisezeit ist Frühling und Herbst, da dann weniger Touristen unterwegs sind.

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Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ist mehr als nur ein Museum; es ist eine ganze Welt für Kinder und Erwachsene, in der sie Züge steuern, Brücken bauen, Flugsimulatoren ausprobieren und sogar ins Weltall reisen können. Es ist eines der meistbesuchten Museen des Landes – und das aus gutem Grund. Die 1959 gegründete Ausstellung umfasst alle Verkehrsträger: von Dampflokomotiven des 19. Jahrhunderts bis hin zu den Elektroautos der Zukunft. Im Mittelpunkt steht die Interaktivität. Jedes Exponat kann berührt, eingeschaltet und ausprobiert werden. Kinder schauen nicht hinter Glas – sie gehen hinein, setzen sich an die Bedienelemente und drücken Knöpfe. Ein separater Saal ist dem Thema Weltraum und Kommunikation gewidmet: Hier gibt es ein Planetarium, in dem man ein „Funksignal zum Mars“ senden oder einen Satelliten aus Modulen bauen kann. Und in der Zone „Energie und Bewegung“ erwarten Sie Spiegellabyrinthe, Wasserräder und ein Fahrrad, das Strom erzeugt. Für die Jüngsten (3–6 Jahre) gibt es die „Kinderstadt“ – eine Miniaturstadt mit Postamt, Krankenhaus, Baustelle und Busbahnhof. Die Kinder verkleiden sich in Uniformen und „arbeiten“: Sie liefern Briefe aus, bauen Häuser und verwöhnen Teddybären. Dieses Spiel fördert soziale Kompetenzen und logisches Denken.

Zum Museumsgelände gehören ein großer Park mit einer echten Dampflokomotive, die für Fahrten genutzt werden kann, ein Bootsanleger am See und ein Picknickplatz. Im Sommer finden hier die Luftfahrttage statt, an denen historische Flugzeuge über Luzern kreisen.

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Mitten im Jura, im Kanton Waadt, auf 1.600 Metern Höhe, liegt der Parmas Park (Parc Aventure du Chasseron) – eines der aufregendsten Familienurlaubsziele der Schweiz. Hier können Kinder ab 3 Jahren Seilparcours bezwingen, an Seilrutschen hinabsausen und den Wald wie echte Entdecker erkunden.

Der Park bietet sechs Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: vom „Mini Parmas“ für Kleinkinder (1 Meter hoch, Seil- und Baumstammbrücken) bis zur „Expertenroute“ für Jugendliche und Erwachsene (bis zu 12 Meter hoch, Schluchtenüberquerungen). Alle Routen entsprechen den europäischen Sicherheitsstandards, und die Einweisung durch qualifizierte Instruktoren ist obligatorisch.

Eine Besonderheit des Parmas Parks ist seine natürliche Einbindung in den Wald. Seilelemente schlängeln sich um die Stämme von Fichten und Kiefern, und Brücken führen über moosbewachsene Felsen und Bäche. Dies ist keine künstlich angelegte Attraktion, sondern ein wildes Abenteuer, bei dem hinter jeder Ecke etwas Neues wartet.

Eltern können entweder gemeinsam mit ihren Kindern aktiv werden oder vom Boden aus zusehen – der Park bietet einen gemütlichen Ruhebereich mit Bänken, Aussichtsplattformen und Automaten für heiße Schokolade. Im Sommer ist ein kleines Café mit Bio-Sandwiches und Fruchtsäften geöffnet.

Sie erreichen den Park mit dem Auto (Parken ist kostenlos) oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Bahnhof Sainte-Croix nehmen Sie den Bus nach Les Grattes und gehen dann 20 Minuten zu Fuß auf einem Waldweg. Dieser Spaziergang ist schon ein Erlebnis für sich: Kinder können Tannenzapfen sammeln, dem Vogelgesang lauschen und nach Spuren von Waldtieren suchen.

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