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Basel

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Ort: Stadt Basel, Kanton Basel-Stadt

Basel ist ein architektonisches Laboratorium, in dem mittelalterliche Klöster neben avantgardistischen Bauten weltberühmter Architekten stehen. Dieser Dialog der Epochen ist das Markenzeichen der Stadt.

Der Münsteraner Dom (11.–15. Jahrhundert) bildet den Grundstein. Seine romanischen Bögen, gotischen Fenster und Renaissance-Türme schaffen eine einzigartige Mischung. Der Domfriedhof ist der letzte noch genutzte Friedhof im Zentrum einer europäischen Stadt.

Das 19. Jahrhundert brachte Basel eine Verbindung von Klassizismus und Eklektizismus: Rathaus, Theater und Universitätsgebäude. Besonders beeindruckend ist das Hauptgebäude der Universität mit seinen Fassadenfresken, die Wissenschaft und Kunst darstellen.

Das 20. Jahrhundert war das Zeitalter der Moderne. Das Hansarobbinhaus (1920er Jahre) ist eines der ersten Beispiele für Funktionalismus in der Schweiz. Das Bruderholz-Krankenhaus ist Le Corbusiers Meisterwerk, auch wenn er es nicht selbst vollendete.

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Lage: Altstadt, Großbasel und Kleinbasel

Die Basler Altstadt vereint zwei Welten: das mittelalterliche Großbasel mit seinem Münster und Rathaus und das beschaulichere, aber lebendige Kleinbasel mit seinen engen Gassen und Kneipen. Gemeinsam bilden sie ein einzigartiges Stadtbild, in dem die Epochen nicht aufeinanderprallen, sondern sich ergänzen.

Das Basler Münster dominiert das Panorama. Seine roten Türme sind schon von Weitem sichtbar. Im romanisch-gotischen Stil erbaut, vereint es Elemente aus dem 11. bis 15. Jahrhundert. Vom Georgsturm aus bietet sich ein herrlicher Blick auf den Rhein, die Vogesen und den Schwarzwald.

Das Rathaus am Marktplatz ist ein leuchtend rotes Gebäude mit goldenen Fresken. Es ist Regierungssitz, kann aber besichtigt werden, insbesondere der Ratssaal mit seinen allegorischen Gemälden.

Die Straßen der Altstadt gleichen Seiten der Geschichte: die Gerbergasse mit ihren Handwerkerschildern, der Käfigturm, das Spalenbergviertel. Mit ihrem Kopfsteinpflaster bewahren sie die Atmosphäre des Mittelalters.

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Lage: Der Rhein, der durch das Zentrum von Basel fließt

Der Rhein ist in Basel mehr als nur ein Fluss; er ist die Achse der Stadt, ihre Grenze und ihr verbindendes Element. Er teilt die Stadt in Großbasel (das linke Ufer, die historische Altstadt) und Kleinbasel (das rechte Ufer, ein Arbeiterviertel mit kreativem Flair).

Die wichtigste Brücke ist die Mittlere Brücke, erbaut 1225. Sie war die erste Steinbrücke über den Rhein und der Schlüssel zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. Heute ist sie eine Fußgängerzone, ein beliebter Ort zum Flanieren und Treffen.

Die Basler scherzen: Wer nachts von der Mittleren Brücke stürzt, ist kein echter Basler. Tatsächlich ist die Brücke ein Symbol des Wandels: von der Vergangenheit in die Zukunft, von Ordnung ins Chaos, von der Schweiz nach Europa.

Im Sommer verwandelt sich der Rhein in einen Badesee. Tausende Menschen lassen sich mit einem „Wickelfisch“ – einem wasserdichten Beutel voller Kleidung – von der Wettsteinbrücke zur Rheinhalle flussabwärts treiben, eine Strecke von etwa 2 km. Es ist ein lokaler Brauch, ähnlich wie Fondue oder Fasnacht.

Die Ufer sind gesäumt von Stränden, Bars und Kunstinstallationen. Besonders beliebt ist der Dreiländergarten, ein Park auf dem Gelände ehemaliger Befestigungsanlagen, von dem aus man drei Länder sehen kann: die Schweiz, Deutschland und Frankreich.

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Ort: Basler Stadtzentrum, Marktplatz und Freie Straße

Die Fasnacht in Basel ist der einzige protestantische Karneval der Welt und eines der ungewöhnlichsten Feste Europas. Sie beginnt pünktlich um 4:00 Uhr morgens am Montag nach Aschermittwoch. Dann erlöschen alle Straßenlaternen, und Tausende maskierte und mit Laternen behängte Teilnehmer füllen die Straßen zu den Klängen der Guggenmusik.

Das Hauptsymbol ist die Laterne, die an einer Stange getragen wird. Traditionell wird sie mit einer satirischen Szene bemalt, die aktuelle Ereignisse darstellt: Politik, Weltgeschehen oder lokale Skandale. Diese Laternen werden später im Historischen Museum Basel ausgestellt.

Die Teilnehmer tragen oft handgefertigte Masken (Larven) und Kostüme in einer bestimmten Farbgebung, abhängig von der jeweiligen Klika. Einige Klikas existieren bereits seit dem 19. Jahrhundert und geben ihre Kostüme von Generation zu Generation weiter.

Musik ist das Herzstück der Fasnacht. Orchester mit 20 bis 50 Musikern spielen Trompeten, Trommeln und Helikon und präsentieren verzerrte Versionen bekannter Melodien. Der Klang ist laut, chaotisch und doch hypnotisch.

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Standort: Paul-Sacher-Anlage, 4002 Basel

Am linken Rheinufer, im Stadtteil St. Alban, befindet sich eines der dichtesten Museumsviertel der Welt – das Museumsufer. Über zehn Museen, jedes ein architektonisches und inhaltliches Meisterwerk, drängen sich auf einem Radius von 500 Metern.

Das berühmteste ist das Kunstmuseum Basel, das älteste öffentliche Kunstmuseum der Welt (gegründet 1661). Seine Sammlung umfasst sechs Jahrhunderte: von Holbein dem Jüngeren über Picasso bis hin zu zeitgenössischen Schweizer Künstlern. Der 2016 eröffnete Neubau wurde vom Schweizer Architekturbüro Christ & Gantenbein entworfen und zeichnet sich durch einen strengen Betonminimalismus aus.

Ganz in der Nähe liegt das Tinguely Museum, das dem Bildhauer Jean Tinguely gewidmet ist. Das Gebäude wurde von Mario Botta entworfen: ein Backsteinzylinder mit Kegeldach, in dem sich kinetische Skulpturen bewegen, knarren und Geräusche erzeugen. Kinder sind begeistert – es ist ein lebendiges Museum.

Gegenüber befindet sich das Museum für Gegenwartskunst, das erste Museum der Schweiz, das sich ausschließlich der modernen und zeitgenössischen Kunst widmet. Es zeigt Werke von Börge Mohr, Damien Hirst und lokalen Stars wie Thomas Demanda.

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