Basler Architektur – Von Klöstern zur Avantgarde

von Gabriel Schmitt

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Der eigentliche Durchbruch gelang jedoch im 21. Jahrhundert. Das Tinguely Museum (Mario Botta), die Erweiterung des Kunstmuseums (Christ & Gantenbein) und der Roche-Turm (Herzog & de Meuron) heben Basel auf eine Stufe mit Barcelona oder Berlin.

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Ein besonderer Ort ist das Viadukt. Die ehemalige Eisenbahnbrücke von 1904 wurde in ein Künstlerviertel mit Designerläden, Cafés und einem Bauernmarkt unter den Bögen verwandelt. Es ist ein Beispiel für eine durchdachte Sanierung.

In der Basler Architektur geht es nicht um Monumentalität, sondern um Kontext. Neue Gebäude dominieren nicht, sondern fügen sich ein und respektieren ihre Nachbarn.

Selbst Industriegebiete wie St. Johann werden in architektonische Ensembles umgewandelt: Die ehemaligen Roche-Fabriken sind heute Glastürme, deren historische Fassaden jedoch erhalten bleiben.

Die Stadtpolitik schreibt vor, dass jedes neue Projekt öffentlich angehört wird. Dies stellt sicher, dass die Architektur den Menschen dient und nicht den Investoren.

Architekturspaziergänge in Basel sind eine einzigartige Freizeitbeschäftigung. Es gibt verschiedene Routen: „Mittelalter“, „Moderne“, „Avantgarde“ und „Industriegeschichte“.

In Basel ist Architektur nicht bloß Kulisse, sondern die Sprache, mit der die Stadt mit ihren Einwohnern und Besuchern kommuniziert. Und diese Sprache ist präzise, ​​authentisch und inspirierend.

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