Kategorie:

Öko-Schweiz

Werbung

Strecke: S-Bahn und Regionalzüge der Kantone Zürich, Schwyz und Glarus

In der Schweiz wird das gesamte Bahnnetz zu 100 % mit Wasserkraft betrieben. Der Kanton Zürich hat jedoch ein besonderes Projekt ins Leben gerufen: die „Grüne Route“. Sie verbindet Ökoparks, Bauernhöfe und Naturschutzgebiete, die nur mit der Bahn und zu Fuß erreichbar sind.

Die Route beginnt am Zürcher Hauptbahnhof und führt beispielsweise zum Rietberg Park (einem botanischen Garten mit japanischem Garten), weiter zum Naturschutzgebiet Pfäffikersee (einem See mit schwimmenden Inseln für Vögel) und schließlich nach Alpamar (einem Bauernhof im Kanton Freiburg). Alle Stationen sind ohne Umsteigen miteinander verbunden.

An jedem Bahnhof entlang der Strecke gibt es einen Öko-Informationspunkt: Hier erhalten Sie eine Wanderkarte, können Ihre Flasche mit sauberem Wasser auffüllen und Ihren Müll trennen. Auf den Bahnsteigen finden Sie QR-Codes mit Audioguides zur lokalen Flora und Fauna.

Das Projekt wird von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und dem Kanton Zürich unterstützt. Die Züge auf dieser Strecke sind dank Bremsenergierückgewinnung die leisesten und energieeffizientesten in Europa.

Seiten: 1 2

Lage: Les Plans-sur-Bex, 1880 Bex, Kanton Waadt

Whitepod ist mehr als nur ein Hotel; es ist ein nachhaltiges Tourismuskonzept. Auf 1.400 Metern Höhe über dem Dorf Bex im Kanton Waadt gelegen, besteht es aus 15 geodätischen Kuppeln („Pods“), die ohne Abholzung oder Beton in den Berghang gehauen wurden.

Jeder Pod ist eine autarke Einheit mit Holzofen, Bad mit Komposttoilette und solarbeheizter Dusche. Das Wasser stammt aus einer eigenen Quelle, und das Abwasser wird biologisch aufbereitet.

Das Hotel verwendet lokale und recycelte Materialien: Möbel aus gefällten Bäumen, Textilien aus Bio-Baumwolle und wiederverwendbares Geschirr. Plastik ist komplett verboten.

Die Gäste bewegen sich mit Skiern, Schneeschuhen oder Elektro-Schneemobilen fort. Statt Asphalt gibt es schmale Pfade; Statt Parkplätzen gibt es am Fuße des Berges eine gemeinsame Ladestation für Elektroautos.

Die Mahlzeiten sind zu 100 % biologisch, mit Schwerpunkt auf saisonalen Produkten aus einem Umkreis von 30 Kilometern. Das Abendessen wird über offenem Feuer zubereitet, und das Frühstück wird im Haupthaus mit Panoramablick auf die Alpen serviert.

Seiten: 1 2

Werbung

Lage: Zernez, Kanton Graubünden (Eingang über das Informationszentrum in Zernez)

Dieser 1914 gegründete Schweizer Nationalpark ist der älteste in den Alpen und der einzige Nationalpark des Landes. Er liegt im östlichen Kanton Graubünden und umfasst 170 Quadratkilometer Berge, Wälder und Almwiesen, wo die Natur ungestört gedeiht.

Es gelten strenge Regeln: Nichts berühren, nichts sammeln und die Wege nicht verlassen. Es gibt keine Mülleimer – jeder nimmt seinen Müll wieder mit. Fahrräder, Hunde, Drohnen und Picknicks sind außerhalb der ausgewiesenen Bereiche nicht erlaubt. Dies ist ein „Wildtierlabor“.

Im Park leben Gämsen, Rehe, Murmeltiere, Luchse und Steinadler. In den letzten Jahren sind auch Wölfe und Braunbären zurückgekehrt. Die beste Zeit, sie zu beobachten, ist bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wenn die Tiere auf Nahrungssuche gehen.

Ein 80 Kilometer langes Wegenetz führt durch Täler, Gletscherseen und Kiefernwälder. Die beliebteste Route ist „Il Fuorn – Val Trupchun“, wo man oft Gämsenherden beobachten kann. Der gesamte Weg verläuft auf Holzstegen oder Schotter, um den Boden zu schonen.

Seiten: 1 2

Adresse: Hofstrasse 12, 5242 Lupfig, Kanton Aargau

Der Öko-Bauernhof Alnatura Hof im Dorf Lupfig ist ein Vorbild für ökologische Landwirtschaft. Hier leben die Tiere artgerecht, und die Pflanzen werden ohne Pestizide und synthetische Düngemittel angebaut. Der Hof ist für Besucher geöffnet und hat sich zu einem Zentrum für Umweltbildung in der Nordschweiz entwickelt.

Kühe, Hühner, Ziegen und Schweine leben in geräumigen Ställen, die ganzjährig zugänglich sind. Die Kühe werden zweimal täglich gemolken, die Milch wird jedoch nicht abtransportiert, sondern direkt auf dem Hof ​​zu Käse und Joghurt verarbeitet.

Besucher können nicht nur zusehen, sondern auch mithelfen: beim Füttern der Tiere, Eiersammeln und Gemüseanbau im Garten. Kinder können an den Programmen „Bauer für einen Tag“ teilnehmen und lernen, wie man Kaninchen pflegt oder Käse aus Ziegenmilch herstellt.

Der Bauernhof arbeitet nach dem Kreislaufprinzip: Mist wird kompostiert, der Kompost dient als Dünger und Speisereste werden an die Schweine verfüttert. Sogar die Käseverpackung besteht aus recyceltem Stroh.

Im hofeigenen Bio-Café werden Gerichte aus regionalen Zutaten serviert, darunter Gemüsesuppe, Käsepfannkuchen und selbstgebackenes Brot. Alle Zutaten stammen vom Hof ​​oder von benachbarten Höfen im Umkreis von 10 Kilometern.

Seiten: 1 2

Werbung

Adresse: Route de la Gruyère 100, 1680 Villars-sous-Yens, Kanton Waadt

Das Naturschutzgebiet La Gruyère (Lagang) ist eines der letzten unberührten Feuchtgebiete am Nordufer des Genfersees. Zwischen den Ortschaften Villars-sous-Yens und Château-d’Oex gelegen, steht es unter dem Schutz der internationalen Ramsar-Konvention als Gebiet von entscheidender Bedeutung für Zugvögel.

Auf über 300 Hektar Fläche erstrecken sich Seen, Schilfgebiete, Wiesen und Wälder. Hier leben Desmane, Biber, Reiher und über 200 Vogelarten, darunter das seltene Sumpfhuhn und die Zwergammer. Im Frühling und Herbst dient das Reservat Tausenden von Zugvögeln auf ihrer Route zwischen Afrika und Europa als Rastplatz.

Der Hauptweg zur Erkundung ist der Wanderweg Chemin des Oiseaux, der über Holzstege durch die Sümpfe führt. Die 3 Kilometer lange Route schont das Ökosystem und ermöglicht ungestörte Tierbeobachtungen. Der Eintritt ist frei, die Besucherzahl jedoch auf maximal 200 Personen pro Tag begrenzt.

Im Zentrum des Reservats befindet sich das Ökologiezentrum, das Familienführungen, Schulprogramme und Workshops zum Spurenlesen anbietet. Kinder können ein „Naturtagebuch“ führen und lernen, Vogelgesang zu erkennen.

Alles, was das empfindliche Gleichgewicht stören könnte, ist hier verboten: Pflanzen sammeln, laute Musik spielen und sogar Sonnencreme verwenden (um das Wasser nicht zu verschmutzen). Besucher werden gebeten, sich an die Regel zu halten: „Schauen, hören, nicht anfassen.“

Seiten: 1 2

Werbung